Schmale Pfade

Deutschlands schönste Wanderwege

Schwarzwald - Feldbergsteig

Rundwanderung über den Feldbergsteig

Der 1493 Meter hohe Feldberg gehört mit zu den beliebtesten Ausflugszielen im Südschwarzwald. Im Rahmen einer langen Rundwanderung über den so genannten Feldbergsteig lassen sich sowohl das Gipfelplateau, welches sich zwischen den beiden Gipfeln Seebuck (1448 Meter) und Feldberg erstreckt, als auch der unterhalb davon gelegene Feldsee erkunden. Die anspruchsvolle Wanderung führt außerdem an den vielen Hütten der Feldbergregion vorbei und kann daher auch getrost als waschechte Hüttentour bezeichnet werden.


Beginnen tut die Wanderung bereits in weit über 1000 Metern Höhe beim Haus der Natur in der Gemeinde Feldberg. Trotzdem müssen im weiteren Verlauf der Wanderung noch viele weitere Höhenmeter zurückgelegt werden. Der gut ausgeschilderte Aufstieg zum ersten Gipfel, dem Seebuck, erfolgt allerdings in der Tat sehr schnell und zügig und beschert den Wanderern unterwegs bereits eine schöne Aussicht auf die bergige Waldlandschaft des Hochschwarzwalds. Zwar gibt es auch eine Sesselbahn, doch angesichts der kurzen Strecke kaum einen Grund davon Gebrauch zu machen.


Auf dem Gipfel des Seebucks thront ein steinernes und weithin sichtbares Bismarckdenkmal. Weitaus interessanter ist jedoch die Aussicht von der das Denkmal umgebenden Aussichtsplattform. An klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Schweizer Alpen und den Vogesen in Frankreich. Außerdem hat man von hier aus einen schönen Blick auf den Feldsee. Wer sich sattgesehen hat, kann gegebenenfalls noch einen Abstecher zum nahegelegenen alten Fernsehturm unternehmen, von welchem sich eine noch bessere Aussicht bietet und der außerdem ein Schinkenmuseum beherbergt. Ansonsten geht es über den von Wiesen bedeckten Feldbergsattel weiter in Richtung des eigentlichen Feldberggipfels.


Auch dort befindet sich ein (nicht begehbarer) Fernsehturm, außerdem noch eine Wetterwarte. Unweit der Wetterwarte findet sich eine weitere, mit zahlreichen Infotafeln bestückte Aussichtsplattform. Unterhalb dieser Plattform führt ein zunächst unscheinbar anmutender Weg in Richtung der Zastler Hütte. Schnell stellt sich der Weg als jedoch äußerst aussichtsreich heraus, schließlich windet er sich dicht am Berghang entlang. Bis zur Zastler Hütte geht es nun erst einmal bergab. Schon bald weicht dabei die Wiesenlandschaft des Gipfelplateaus einem dichten, artenreichen Bergwald.


Direkt hinter der Zastler Hütte zeigt ein Wegweiser den Weg zu den nächsten Hütten und vor allem dem Feldsee an. Bis der Feldsee erreicht ist, dauert es allerdings noch eine ganze Weile, außerdem geht es jetzt auch erst einmal wieder bergauf. Der durchgängig gut ausgeschilderte Weg (der ohnehin insgesamt nur wenige Abzweigungen aufweist) führt zunächst zum Naturfreundehaus und der Baldenweger Hütte. Für ein kurzes Stück muss nun eine eher eintönige Fahrstraße genutzt werden, doch schon nach wenigen Wegminuten zweigt wieder ein naturnaher Pfad in den Wald ab. Der Pfad folgt dem Bachlauf des Sägenbachs und kreuzt dabei immer wieder den Bach in Form kleinerer Holzbrücken. Schließlich geht es auf einem breiteren Forstweg weiter, doch auch dieses Wegstück ist vergleichsweise kurz und weicht bald einem kleineren Waldweg, der schließlich zum Raimartihof führt.


Von dem großen, idyllisch gelegenen Gasthof sind es jetzt nur noch wenige hundert Meter bis zum Feldsee. Der kleine, bis zum 32 Meter tiefe Bergsee kann auf einem schönen Uferweg umrundet werden, das Baden ist hier allerdings aus Naturschutzgründen strengstens untersagt. Auch die für Kletterer sicherlich verlockend wirkenden Steilwände direkt hinter dem See sind absolut tabu. Der Blick über den fast kreisrunden See mit seinem glasklaren Wasser ist allerdings auch so schon mehr als genug Lohn für die Mühen der Wanderung. Zum Ausgangspunkt ist es jetzt gar nicht mehr weit, allerdings muss noch ein letzter Aufstieg über einen mit Steinen und Wurzeln übersäten Pfad bewältigt werden. Diese letzte Passage stellt in der Tat das schwierigste Wegstück dar, ist aber relativ schnell geschafft. Sobald man den Wald verlassen hat, findet man sich auch schon im touristischen Trubel der Gemeinde Feldberg wieder.


Ausgangspunkt: die Wanderung beginnt direkt hinter dem Haus der Natur am Rande des Ortes Feldberg. Wer sich den (kurzen) Weg zum Gipfelplateau sparen möchte, hat hier außerdem die Möglichkeit, die nahegelegene Sesselbahn zu nutzen. Lohnenswerter ist aber auf jeden Fall der Aufstieg zu Fuß. Es empfiehlt sich ohnehin zeitig und noch vor Öffnung der Feldbergbahn aufzubrechen, da die Wege (insbesondere beim Feldsee) vor allem an schönen Tagen und an den Wochenenden ansonsten schnell überlaufen sein können.

Dauer: ca. 4 Stunden

Entfernung: ca. 12 km

Schwierigkeit / Anspruch: die Tour führt über weite Strecken über kleinere, oft von Steinen und Wurzeln bedeckte Pfade, teilweise auch entlang von abschüssigen Gelände. Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind daher unbedingt von Nöten. Besondere Vorsicht ist bei Glätte und plötzlichen Wetterumschwüngen geboten. Konditionell ist die Tour zwar durchaus fordernd, da es jedoch in regelmäßigen Abständen Einkehrmöglichkeiten gibt, lässt sich unterwegs immer wieder gut neue Kraft schöpfen. Die Mitnahme von Proviant ist daher auch nicht unbedingt vonnöten, Getränke gehören aber trotzdem ins Gepäck.

Abstecher / Anschlusstouren: die hier beschriebene Tour folgt größtenteils dem „Premiumweg Feldbergsteig“, allerdings wurde beim Fernsehturm der direkte Weg zur Zastler Hütte gewählt, anstelle der „offiziellen“ Strecke über die St. Wilhelmer Hütte. Es ist außerdem möglich einen noch größeren Bogen zu schlagen, und auch die Todtnauer Hütte mit in die Tour einzubauen, womit dann sämtliche Hütten der Feldbergregion abgedeckt wären (zu beachten sind allerdings in jedem Fall die unterschiedlichen Ruhetage der einzelnen Hütten).

Empfohlene Jahreszeit: Mai-November

Einkehrmöglichkeiten: Todtnauer Hütte, St. Wilhelmer Hütte, Zastler Hütte, Naturfreundehaus Feldberg, Baldenweger Hütte, Raimartihof, Seebuck Hütte

Nützliche Links:

Wikipedia - Feldberg. Wikipedia-Seite zum Feldberg.

Wikipedia - Feldsee. Wikipedia-Seite zum Feldsee.

Hochschwarzwald.de - Feldbergsteig. Informationen zum Feldbergsteig mit Karte.

Feldbergbahn.de. Webseite der Feldbergbahn mit Infos rund um den Feldberg.

Kommentare (1)

Thema: Feldberg
0/5 (0)
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Baris sagt...
Viel Spa├č beim Wandern!
24 August 2016 13.42
Seite 1 von 1

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