Schmale Pfade

Deutschlands schönste Wanderwege

Wettersteingebirge - Garmisch-Partenkirchen - Partnachklamm und Eckbauer

Winterwanderung von der Partnachklamm zum Eckbauer

Auch wenn der Anblick der Zugspitze zu jeder Jahreszeit verlockend sein mag, im Winter ist ein Aufstieg dorthin auf keinen Fall zu empfehlen und oftmals aufgrund stark erhöhter Lawinengefahr selbst bei geeigneter Ausrüstung und ausreichend Erfahrung auch gar nicht möglich. Glücklicherweise gibt es aber genügend andere Touren, die Garmisch-Partenkirchen auch im Winter zu einem attraktiven Ausgangspunkt für Wanderer machen. Direkt am Ortsrand etwa, unweit des Olympia-Skistadions befindet sich die bis auf wenige Ausnahmen ganzjährig geöffnete Partnachklamm, von der aus man im Anschluss auf den aussichtsreichen Eckbauer (1237 m) gelangen kann.


Vom Skistadion ausgehend folgt man dem Flusslauf der Partnach bis zum Eingangsbereich der Klamm, wo eine Eintrittskarte gelöst werden muss. Danach geht es dann auf einem gut gesicherten Weg (besonders mit Kindern sollte man aber natürlich trotzdem Vorsicht walten lassen) durch die etwa 700 Meter lange Klamm. Immer wieder werden dabei kleinere Stollen passiert, am Ende sogar ein 108 Meter langer Tunnel. Allerdings bestehen dennoch genügend Möglichkeiten einen Blick in die tosenden Wassermassen unten in der tief eingeschnittenen Klamm zu werfen. Ebenfalls sehenswert sind im Winter die vielen, mächtigen Eiszapfen, die sich entlang des Weges gebildet haben.


Sobald man die Klamm verlassen hat, geht auch schon gleich ein Weg nach links den Berg hinauf. Zwar war schon das letzte Stück in der Klamm ein wenig steiler, doch erst jetzt wird es etwas anstrengender, allerdings sollte der Weg bis zum Graseck eigentlich kaum Probleme bereiten. Zwischen den im Winter mit einer dicken Schneedecke bedeckten Almwiesen beim Graseck führt ein kleiner Weg hinab zur so genannten eisernen Brücke, von der aus sich ein eindrucksvoller Blick von oben in die Partnachklamm werfen lässt. Der Weg dorthin ist im Winter etwas heimtückisch, da die vielen Stufen des wenig begangenen Weges meist unter dem Schnee verborgen bleiben. Es handelt sich aber ohnehin nur um einen kleinen Abstecher, der eigentlich führt nämlich nach rechts, weiter den Berg hinauf (der Weg ist durchgehend ausgeschildert, eventuelle Zeitangaben beziehen sich aber auf die Sommermonate und sind daher mit Vorsicht zu genießen).


Von der breiten Fahrstraße zweigt dann nach einiger Zeit ein deutlich kleinerer Pfad nach links zum Berggasthof Eckbauer und mithin zum Gipfel des Eckbauers ab. In endlos anmutenden Serpentinen schlängelt sich der Pfad langsam durch den Wald den Berg hinauf, was bei viel Schnee schon recht anstrengend sein kann. Oben angekommen eröffnet sich dafür aber auch sogleich ein prächtiger Panoramablick auf nahezu sämtliche Gipfel des Wettersteingebirges. Außerdem kann man sich im Berggasthof Eckbauer noch für den Abstieg stärken oder einfach nur die winterliche Sonne auf der Terrasse des Gasthofs genießen.


Anschließend gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie es weitergehen kann. Wer zu müde für den Abstieg ist, kann auf die Eckbauerbahn ausweichen, muss dafür aber auch rechtzeitig an der Bergstation sein. Nahe der Bergstation führt dann auch ein Waldweg zurück ins Tal hinab. Um diesen zu erreichen, muss man allerdings ein kurzes Stück neben der ebenfalls nach Garmisch-Partenkirchen führenden Skipiste entlang laufen, bevor der Weg dann nach rechts in den Wald abzweigt. Wer seine Wanderung hingegen noch etwas verlängern möchte, kann auch an der Bergstation vorbei in Richtung des Kirchdorfes Wamberg wandern und dann von dort aus zurück nach Garmisch-Partenkirchen gelangen.


Ausgangspunkt: der Zugang zur Partnachklamm erfolgt vom Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen aus, wo ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sind. Ohne PKW gelangt man entweder mit dem Bus (Linien 1 und 2 in Richtung Klinikum), oder auch zu Fuß vom Bahnhof (ca. 20 Min.) zum Skistadion. Für die Partnachklamm wird eine Eintrittskarte benötigt, die Preise reichen von 2 Euro für Kinder und Jugendliche bis zu 3,50 Euro für Erwachsene (ermäßigt 3 Euro). In den Wintermonaten ist die Klamm von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Dauer: ca. 4-5 Stunden

Entfernung: ca. 10 km

Schwierigkeit / Anspruch: der Aufstieg zum Eckbauer über schier endlose Serpentinen zieht sich sehr lang, ist aber nicht besonders steil. Im Winter erfordert der Weg aber trotzdem eine einigermaßen gute Kondition. Normalerweise sind die Wege sehr gut ausgetreten, nach sehr starken Schneefällen kann sich bei einigen Wegabschnitten (v.a. wenn man vorhat nach Wamberg weiterzuwandern) allerdings die Mitnahme von Schneeschuhen als hilfreich erweisen. Lawinengefahr besteht hier nicht. An einigen wenigen Tagen kann der Weg durch die Partnachklamm jedoch gesperrt sein, die Klamm kann allerdings umgangen werden. Wer sehr spät aufbricht, sollte im Winter unter der Woche eine Brotzeit dabei haben, da der Berggasthof Eckbauer dann schon am späten Nachmittag schließt.

Abstecher / Anschlusstouren: anstatt nach dem Verlassen der Partnachklamm zum Eckbauer aufzusteigen, kann man stattdessen auch zur Partnachalm weiterwandern. Im Sommer besteht dann von dort sogar die Möglichkeit durch das Reintal bis zur Zugspitze aufzusteigen (vorherige Übernachtung bei der Partnachalm ratsam). Vom Eckbauer lässt sich auch sehr gut zum Kirchdorf Wamberg wandern, der Weg dorthin beginnt gleich hinter der Bergstation der Eckbauerbahn.

Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig

Einkehrmöglichkeiten: Gasthof Partnachklamm, Berggasthof Eckbauer, Hotel Graseck (soll noch im Frühjahr 2015 wieder eröffnet werden), sowie diverse Einkehrmöglichkeiten im Talort Garmisch-Partenkirchen

Nützliche Links:

Partnachklamm.eu. Offizielle Webseite der Partnachklamm.

Partnachklamm-Info.de. Weitere Seite mit vielen Infos zur Partnachklamm.

Wikipedia - Partnachklamm. Wikipedia-Seite zur Partnachklamm.

Höhenrausch - Eckbauer. Beschreibung der Wanderung im Sommer.

Eckbauerbahn.de. Offizielle Webseite der Eckbauerbahn.

Kommentare (1)

Thema: Partnachklamm und Eckbauer
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Baris sagt...
Viel Spa├č beim Wandern!
7 Februar 2015 14.17
Seite 1 von 1

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