Schmale Pfade

Deutschlands schönste Wanderwege

Berchtesgadener Alpen - Halsalm

Wanderung zur Halsalm

Die oberhalb des Hintersees bei Ramsau gelegene Halsalm bietet einen herrlichen Blick auf den See und das Hochkaltermassiv. Sie kann im Rahmen einer nicht allzu schweren Wanderung vom Hintersee aus erreicht werden. Gleich drei verschiedene Wege führen zu dieser idyllischen Alm am Rande der Steilhänge der Reiteralpe. Der direkteste und kürzeste Weg beginnt im Ramsauer Ortsteil Hintersee selbst, allerdings ist dieser Weg nicht nur vergleichsweise schwierig zu gehen, sondern auch längst nicht so interessant und abwechslungsreich wie die anderen beiden Routen. Schöner ist da schon der Weg, der kurz hinter dem Klausbachhaus beginnt, mit (sehr) viel Glück bekommt man hier vielleicht sogar das in der Nähe brütende Steinadlerpaar zu Gesicht. Der steile Schotterweg kann allerdings insbesondere beim Abstieg recht unangenehm zu gehen sein.


Der schönste, aber gleichzeitig auch längste Weg zur Halsalm beginnt in der Nähe der kleinen Ortschaft Triebenbach, knapp einen Kilometer vom Hintersee entfernt. Wie bei den anderen beiden Wegen auch, ist auch diese Route gut ausgeschildert. Wer der Straße durch Triebenbach folgt, sollte das Schild, welches den Weg nach links zur Halsalm weist, daher kaum verfehlen können. Der Weg führt alsbald in den Bergwald hinein und weist eine konsequente Steigung auf, glücklicherweise finden sich aber in regelmäßigen Abständen Sitzbänke, auf welchen man zwischendurch eine kleine Pause einlegen kann. Sobald erst einmal eine gewisse Höhe erreicht ist, glitzert immer wieder mal das Wasser des Hintersees zwischen den Bäumen hindurch. Auch der Hochkalter samt Blaueisgletscher und die Steilhänge der Reiteralpe rücken immer wieder ins Blickfeld.


Der anfangs noch recht breit angelegte Weg wird im Laufe der Strecke zunehmend schmaler, und stellenweise geht es auch recht steil hinab, Schwindelfreiheit wird hier aber dennoch kaum benötigt. Obwohl der Weg relativ direkt auf die Halsalm zuläuft, macht er doch einige Schlenker, so etwa bei der so genannten Halsgrube, die wegen der hier häufig vorkommenden Kreuzottern auch als Schlangengrube bekannt ist. Noch bevor das eigentliche Gebiet der Halsalm erreicht ist, trifft der Weg auf den steil vom Hintersee hinauf führenden Pfad zur Alm und vereint sich mit diesem zu einem einzigen Weg. Dieser geht nun schon ziemlich steil hinauf zur Alm und schon bald ist das Gatter erreicht, hinter welchem sich die Almwiesen erstrecken. Bis zur Almhütte und dem Aussichtspunkt bei der Kuhtränke ist es von hier aber noch ein ganzes Stück, so dass man noch einmal alle Kräfte zusammennehmen sollte. Wenn dann die Kuhtränke erreicht ist, bietet sich eine ganz fantastische Aussicht auf den Hintersee und die umliegenden Berge und Täler. Die Sicht ist von hier aus deutlich besser, als von der Almhütte selbst, daher sollte man die Bänke hier ruhig für eine längere Pause nutzen. Zurück geht es dann wahlweise über denselben Weg oder über die steile Route bei der kurz zuvor passierten Abzweigung. Oder aber vorbei an der Almhütte und dann über den Schotterweg hinab ins Klausbachtal.


Ausgangspunkt: die Wanderung zur Halsalm beginnt entweder am Hintersee oder bei Triebenbach. Wer mit dem Bus (RVO-Bus 846) anreist, kann bis zur Endhaltestelle fahren, auch ein Parkplatz ist von dort nicht allzu weit entfernt. Wer vom Klausbachtal aus zur Halsalm wandern möchte, kann auch direkt beim Klausbachhaus parken. Für den Weg von Triebenbach aus bietet sich der Parkplatz Fernsebner an. Triebenbach kann vom Hintersee aber auch zu Fuß recht schnell (ca. 20 Min.) erreicht werden, die Straße dorthin ist kaum befahren.

Dauer: ca. 3 Stunden

Entfernung: ca. 7 km

Schwierigkeit / Anspruch: der kürzeste Weg zur Halsalm, welcher direkt beim Ort Hintersee beginnt, ist sehr steil und führt stellenweise über loses Geröll, daher ist für diese Route unbedingte Trittsicherheit erforderlich. Die beiden anderen Wege weisen zwar auch einige anstrengende Steigungen auf, sind aber ansonsten unschwer, auch wenn der Schotterweg ins Klausbachtal bergab nicht sehr angenehm zu gehen ist. Obwohl die Halsalm in den Sommermonaten bewirtschaftet ist, sollten eine kleine Brotzeit und ausreichend Getränke nicht im Gepäck fehlen.

Abstecher / Anschlusstouren: erfahrene Bergwanderer mit entsprechender Ausrüstung können von der Halsalm über den Böslsteig zur Reiteralpe gelangen. Gemütlicher und für alle Wanderer geeignet ist eine Wanderung um den Hintersee und durch den Zauberwald. Auch eine Wanderung durch das Klausbachtal bietet sich von hier aus an, allerdings dürften beide Touren nur schwer an einem Tag zu bewerkstelligen sein.

Empfohlene Jahreszeit: Mai - Oktober

Einkehrmöglichkeiten: Halsalm, sowie diverse Einkehrmöglichkeiten im Ramsauer Ortsteil Hintersee, so z.B. das Gasthaus Seeklause

Nützliche Links:

Outdooractive - Wanderung zur Halsalm. Beschreibung einer Variante der Wanderung mit Karte.

RVO Bus 846. Fahrplan vom RVO Bus 846.

Nationalpark Berchtesgaden - Das Klausbachtal Natur im Wandel. Info-Flyer zum Klausbachtal einschließlich der Halsalm (PDF-Datei).

Kommentare (1)

Thema: Halsalm
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Baris sagt...
Viel Spa├č beim Wandern!
12 September 2014 10.55
Seite 1 von 1

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