Schmale Pfade

Deutschlands schönste Wanderwege

Fichtelgebirge - Felsenlabyrinth Luisenburg

Vom Felsenlabyrinth zur Kösseine

Das Felsenlabyrinth Luisenburg gehört mit zu den wichtigsten Attraktionen des Fichtelgebirges. Zum einen befindet sich hier mit dem namensgebenden Felsenlabyrinth eine ganz außerordentliche Natursehenswürdigkeit, die bereits Goethe zu verzücken wusste, zum anderen ist die ebenfalls hier gelegene Freilichtbühne Schauplatz der überregional bedeutsamen Luisenburg-Festspiele. Der Name des Gebiets geht auf die Luxburg (von der heute nur noch ein paar Ruinenreste erhalten geblieben sind) und die preußische Königin Luise zurück. Durch Verwitterungsprozesse hat sich hier ein labyrinthartiges „Blockmeer“ gebildet, in welchem sich mächtige Granitfelsen über- und nebeneinanderstapeln. Heute führt ein gut ausgebautes System aus Wegen und Treppen zwischen den Felstürmen hindurch.


Zwar ist der Zugang zum Felsenlabyrinth nicht eintrittsfrei, doch hält dies gerade an schönen Tagen die Besuchermassen kaum davon ab, diese faszinierende Felsenlandschaft zu erkunden. Auf diesen starken Besucherandrang sollte man daher eingestellt sein, wenn man sich zum Felsenlabyrinth aufmacht (der anschließende Weg zur Kösseine ist allerdings deutlich weniger stark frequentiert). Die Freude an der Natur wird dadurch aber kaum getrübt und gerade Familien mit Kindern kommen hier sicher voll auf ihre Kosten. Die verwinkelten Wege führen kreuz und quer durch das Labyrinth und stellenweise sogar durch ziemlich enge Felsspalten. Nahezu jede Felsformation wurde mit einem eigenen Namen bedacht, wer alle sehen möchte, folgt dazu dem mit Pfeilen gekennzeichneten Rundweg durchs Labyrinth. Bei der hier vorgestellten Tour endet der Weg durch das Felsenlabyrinth allerdings beim Bundesstein, einem weithin sichtbaren Aussichtspunkt. Vom dort gelegenen Rastplatz führt ein Wanderweg aus dem Labyrinth hinaus und durch den Wald zum 939 Meter hohen Gipfel der Kösseine, einem der höchsten Gipfel im Fichtelgebirge.


Der Weg weist zunächst nur eine mäßige Steigung auf und verläuft streckenweise sogar relativ eben. Der Untergrund bleibt dabei recht steinig, auch wenn jetzt nur noch vereinzelt Felsen zu sehen sind. Doch schon bald erhebt sich mit dem Kaiser-Wilhelms-Felsen erneut eine eindrucksvolle Felsformation, die zugleich als Aussichtspunkt dient. Ein guter Zeitpunkt auch für eine kleine Pause, bevor es dann weiter in Richtung der Kösseine geht. Der Weg ist dabei bis auf einige wenige Ausnahmen recht gut ausgeschildert (falls die Kösseine mal nicht angegeben ist, einfach dem Höhenweg in Richtung Hohenbrand folgen), bis zum nächsten Etappenziel, dem mächtigen Burgsteinfelsen kann man den Weg aber ohnehin kaum verfehlen. Der Burgsteinfelsen erhebt sich in 869 Metern Höhe und stellt neben der Kösseine den wohl besten Aussichtspunkt der Gegend dar. Wer bislang keine Pause eingelegt hat, sollte dies spätestens jetzt tun, denn der weitere Weg zur Kösseine zieht sich doch ganz schön in die Länge, und nimmt dabei immer mehr an Steigung zu.


Vor dem letzten steilen Wegstück zum Gipfel erwartet die Wanderer mit dem kleinen Marien-Brunnen eine angenehme Überraschung. Nach einer kurzen Erfrischungspause geht es nun steil hinauf zum Gipfel. Der Weg kreuzt dabei noch einmal eine kleine Forststraße, bevor dann auch schon das Kösseinehaus und der Aussichtturm auf dem Gipfel zwischen den Bäumen emporragen. Vom Aussichtsturm bietet sich ein sehr schöner Rundumblick, nicht nur über das Fichtelgebirge und benachbarte Gipfel wie den Ochsenkopf, sondern auch bis nach Böhmen in Tschechien. Für den Rückweg zum Felsenlabyrinth bietet sich nun eine andere Route an. Zunächst einmal geht es aber erst wieder zurück zum Marien-Brunnen. Anstatt jetzt aber nach rechts auf bekanntem Wege weiter zu gehen, geht es nun weiter hinab durch den Wald, vorbei an unzähligen Himbeersträuchern. Nach einer Weile trifft der Waldweg auf eine Forststraße, hier biegt man nach rechts ab und folgt der Forststraße bis zurück zum Parkplatz beim Felsenlabyrinth.


Ausgangspunkt: der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Marktredwitz, von dort gelangt man am besten mit dem Taxi zum Felsenlabyrinth (ca. 14 Euro), da es leider keine direkte Busverbindung nach Luisenburg gibt. Es ist allerdings möglich mit dem Bus nach Bad Alexanderbad zu fahren und von dort aus dann noch etwa 1,5 Kilometer bis zum Felsenlabyrinth zu wandern. Direkt beim Eingang des Felsenlabyrinths bestehen außerdem ausreichende Parkmöglichkeiten. Der Besuch des Felsenlabyrinths ist nur für Kinder bis 6 Jahre kostenfrei, darüber hinaus werden 1,50 Euro fällig, Erwachsene zahlen 4 Euro pro Person. Der Zugang ist täglich von 8.30 bis 18.00 Uhr möglich.

Dauer: ca. 3,5 Stunden.

Entfernung: ca. 9 km

Schwierigkeit / Anspruch: zwar ist das Felsenlabyrinth nicht Kinderwagen geeignet, doch davon abgesehen absolut familientauglich. Natürlich muss aber beim Kraxeln auf und zwischen den Felsen besonders auf kleinere Kinder gut Acht gegeben werden. Der weitere Weg zur Kösseine ist nicht weiter schwierig, allerdings lang und auf dem letzten Teilstück auch ziemlich steil, so dass hier eine einigermaßen gute Kondition gefragt ist.

Abstecher / Anschlusstouren: der Weg vom Felsenlabyrinth zur Kösseine ist Teil des Fränkischen Gebirgsweges, der von hier aus wahlweise in Richtung Schwarzenreuth oder Silberhaus weiter begangen werden kann. Auch der 14 km lange Jean-Paul-Weg überschneidet sich ein Stück weit mit der hier beschriebenen Rundwanderung und kann von hier aus weiter nach Röslau oder Nagel beschritten werden. Wer sich nach dem Burgsteinfelsen bei der nächsten Weggabelung links hält und am Püttnersfelsen vorbei weiter in Richtung Kleinwendern wandert, hat außerdem noch die Möglichkeit anstelle der Kösseine das Naturschutzgebiet „Kleines Labyrinth“ zu besuchen.

Empfohlene Jahreszeit: Mai-Oktober, das Felsenlabyrinth ist im Winter geschlossen.

Einkehrmöglichkeiten: Luisenburg Gastronomie und Hotel, Berggasthof Waldlust, Kösseinehaus

Nützliche Links:

Wunsiedel - Felsenlabyrinth Luisenburg. Infos zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten.

Bayern-Fichtelgebirge - Felsenlabyrinth Luisenburg. Artikel zum Felsenlabyrinth mit Karte.

Bayern-Fichtelgebirge - Kösseine. Ausführliche Infos zur Kösseine.

Wikipedia - Luisenburg-Felsenlabyrinth. Wikipedia-Seite zum Felsenlabyrinth.

Wikipedia - Kösseine. Wikipedia-Seite zur Kösseine.

Luisenburg Festspiele. Infos zum aktuellen Festspielprogramm.

Kommentare (1)

Thema: Luisenburg
1/5 (1)
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Baris sagt...
Viel Spa├č beim Wandern!
29 Juli 2014 16.48
Seite 1 von 1

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