Schmale Pfade

Deutschlands schönste Wanderwege

Fränkische Schweiz - Pottenstein

Burg Pottenstein - Bärenschlucht und Püttlachtal - Teufelshöhle

Pottenstein liegt inmitten der Fränkischen Schweiz, fernab vom öffentlichen Bahnverkehr und zu allen Seiten von felsigen Hügelketten umgeben, die von mehreren schmalen Tälern durchtrennt werden. Trotz der vergleichsweise abgelegenen Lage ist Pottenstein mit dem Auto oder Bus gut zu erreichen und ein idealer Ausgangspunkt für Besucher der Fränkischen Schweiz. Der Ort selbst hat ein recht vielfältiges Freizeitangebot (so unter anderem ein Felsenbad und zwei Sommerrodelbahnen) zu bieten, außerdem gibt es mehrere historische Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Die Burg Pottenstein

Besondere Erwähnung verdient die Burg Pottenstein, welche den Ortskern auf einem Hügel thronend überragt und so selbst nur auf der Durchreise befindlichen Besuchern kaum entgehen kann. Der kurze Aufstieg zur Burg lohnt sich schon alleine für die Aussicht auf Pottenstein und die umliegenden Hügel und Täler. Ein genaues Jahr für die Gründung der Burg gibt es zwar nicht, die historischen Quellen legen jedoch eine Gründung zwischen 1050 und 1070 nahe, womit die Burg Pottenstein ihrem Ruf als 1000-jähriger Burg recht gut gerecht wird. Die Burg befindet sich mittlerweile in Privatbesitz und beherbergt ein Museum, wodurch erfreulicherweise weite Teile der gut erhaltenen Burganlage (gegen ein kleines Eintrittsgeld) öffentlich zugänglich sind.


Die Bärenschlucht und das Püttlachtal

Die Püttlach ist ein insgesamt ca. 24 km langer Nebenfluss der Wiesent und fließt quer durch Pottenstein. Entlang beider Richtungen des Flusslaufes bestehen sehr schöne Wandermöglichkeiten. Folgt man der Püttlach in Richtung Tüchersfeld durch das Untere Püttlachtal (zunächst entlang der Straße am Ortsausgang von Pottenstein, dann auf einem kleinen Waldweg, Wegmarkierung Roter Ring), erreicht man schon nach relativer kurzer Zeit die so genannte Bärenschlucht, direkt bei dem gleichnamigen Campingplatz. Der Weg durch die Schlucht führt über eine breite Fahrstraße. Obwohl zu beiden Seiten der Straße Felsformationen aufragen, erscheint die Bezeichnung als „Schlucht“ vielleicht etwas übertrieben, landschaftlich schön anzusehen ist die Bärenschlucht aber allemal. Auf halber Strecke gibt es übrigens auch eine kleine Mariengrotte zu entdecken. Am oberen Ende der Schlucht geht ein Wanderweg zurück nach Pottenstein ab (Wegmarkierung Roter Ring). Im Ort angekommen, hält man sich rechts und gelangt dann zu einigen Wiesenflächen, von denen aus sich ein sehr schöner Blick auf den historischen Ortskern bietet. Je nach Schritttempo ist diese ca. 5 Kilometer lange Rundwanderung in ein bis maximal zwei Stunden zu bewältigen.

Länger ist die Wanderung durch das Obere Püttlachtal, die wahlweise um einen Abstecher zur Burgruine Hollenberg ergänzt werden kann, die einen sehr schönen Aussichtspunkt über die Wälder der fränkischen Schweiz darstellt. Auch diese Wanderung beginnt beim Ortsausgang von Pottenstein, nur eben auf der anderen Seite des Ortes. Zwei Wanderwege (Wegmarkierung Rotes Kreuz, danach Βlauer Punkt) führen entlang der Ufer der Püttlach tief in das dicht bewaldete und noch sehr ursprünglich wirkende Tal hinein. Immer wieder ragen zwischen den Bäumen urtümliche Felsformationen (unter anderem der so genannte Adamsfelsen und die Kletterwand Geiskirche) hervor, in deren Schatten man hin und wieder auch sehr gut rasten kann. Kurz nach der Kletterwand Geiskirche führt der Heiligensteg (Wegmarkierung Rotes Kreuz) nach Hollenberg, wo dann ein schmaler Pfad zur Burgruine hinauf führt. Von der vermutlich Mitte des 14. Jahrhunderts errichteten Höhenburg (ca. 540,7 Meter hoch gelegen) ist heute bis auf einige wenige Mauer- und Gebäudereste nicht mehr allzu viel erhalten geblieben. Die grandiose Aussicht, die an klaren Tagen bis nach Gößweinstein reicht, rechtfertigt den kurzen, aber steilen Aufstieg jedoch allemal. Wer nicht auf demselben Wege nach Pottenstein zurückkehren möchte, hat von der Burgruine Hollenberg aus zwei alternative Routen zur Auswahl. Entweder wandert man von der Burgruine aus weiter in Richtung der Elbersberger Kapelle zurück nach Pottenstein. Oder aber man kehrt zunächst zurück ins Püttlachtal und wandert dann hinauf in Richtung Prüllsbirkig, durchquert anschließend den Staatsforst Prüll, um schließlich bei der Bergwachthütte oberhalb von Pottenstein anzukommen. Mit je nach gewählter Variante zwischen 14-16 Kilometern Länge und einigen steileren Passagen sollte diese Rundwanderung mindestens als Halbtagestour geplant werden. Außerdem sollte beachtet werden, dass der steile und teils sehr steinige Aufstieg zur Burgruine nicht mit einem Kinderwagen möglich ist.


Die Teufelshöhle

Die im Weihersbachtal gelegene Teufelshöhle gehört mit zu den bekannteren Sehenswürdigkeiten der Fränkischen Schweiz und kann relativ bequem mit dem Bus oder PKW (B470) von Pottenstein aus erreicht werden. An schönen Tagen empfiehlt es sich aber den Besuch der Teufelshöhle mit einer kleinen Wanderung zu verknüpfen, schließlich führt vom Ortseingang Pottenstein nahe der Burg Pottenstein auch ein kleiner Wanderweg (Wegmarkierung Blauer Querbalken) direkt bis zur Teufelshöhle. Entlang dieses gut begehbaren, meist nicht allzu nah an der Straße gelegenen Weges befinden sich überdies auch der Schöngrundsee, die Sommerrodelbahn und das Felsenbad. Die Teufelshöhle ist von Pottenstein nur etwa 2 Kilometer entfernt und damit ein leicht zu erreichendes Wanderziel. Von den zahlreichen Höhlen (über 1000) in der Fränkischen Schweiz ist die erst 1922 entdeckte Tropfsteinhöhle mit Abstand die größte und zieht Jahr für Jahr jeweils über 150.000 Besucher an. Schon der ungefähr 14 Meter hohe Eingang zur Höhle wirkt ungemein beeindruckend. Von dem ausgedehnten Höhlensystem bekommen Besucher bei einer Führung vor allem drei große Hohlräume zu Gesicht: den Kuppelsaal, den Barbarossadom und den gewaltigen Riesensaal, in denen es jeweils höchst eindrucksvolle und zum Teil sehr schon angeleuchtete Stalagmiten und Stalaktiten zu bewundern gibt. Da in der Höhle ganzjährig eine Temperatur zwischen etwa 9 bis 10 Grad Celsius herrscht, sollte bei einem Besuch auf jeden Fall an ausreichend warme Kleidung gedacht werden. Nach der Besichtigung kann man es sich dann im Terrassen-Café beim Höhleneingang gemütlich machen, oder sich gleich zu weiteren Wanderungen durch das schöne Weihersbachtal aufmachen.


Nützliche Links:

Pottenstein. Webseite der Stadt Pottenstein.

Burg Pottenstein. Webseite der Burg Pottenstein.

Sommerrodelbahnen Pottenstein. Webseite der Sommerrodelbahnen bei Pottenstein.

Felsenbad Pottenstein. Webseite vom Felsenbad.

Kletterwald Pottenstein. Webseite vom Kletterwald bei Pottenstein.

Feriencampingplatz Bärenschlucht. Webseite des Feriencampingplatzes.

Bergwacht Pottenstein - Wandertipps. Wandertipps der Bergwacht Pottenstein.

Wikipedia - Burgruine Hollenberg. Wikipedia-Seite zur Burgruine Hollenberg.

Teufelshöhle. Webseite der Teufelshöhle.

Wikipedia - Teufelshöhle. Wikipedia-Seite zur Teufelshöhle.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.

Kommentar Hinzuf├╝gen

* Pflichtfeld
(wird nicht ver├Âffentlicht)
Geben Sie das dritte Wort aus diesem Satz ein.
 
Die Antwort lautet:
 
Informiere mich via E-Mail ├╝ber neue Kommentare.