Schmale Pfade

Deutschlands schönste Wanderwege

Nürnberger Land - Schwarzachschlucht

Rundwanderung durch die Schwarzachschlucht

Praktisch unmittelbar vor den Toren der Stadt Nürnberg lassen sich einige interessante Natursehenswürdigkeiten entdecken. So etwa die Schwarzachschlucht bei Schwarzenbruck. Diese etwa zwei Kilometer lange, von der Schwarzach durchzogene Schlucht steht im Mittelpunkt der hier beschriebenen Rundwanderung. Auf den Schildern vor Ort wird die Schlucht auch als Schwarzachklamm bezeichnet, was allerdings nicht so ganz zutreffend erscheint, schließlich handelt es sich bei einer Klamm in der Regel um eine besonders enge Schlucht mit schnell fließendem Gewässer. Die Schwarzach plätschert hingegen eher gemächlich vor sich hin und klaustrophobische Gefühle kommen in der doch recht breiten Schwarzachschlucht sicher auch zu keinem Zeitpunkt auf. Das macht aber alles gar nichts, denn eine eindrucksvolle Natursehenswürdigkeit ist die Schlucht mit ihren steil aufragenden Sandsteinfelsen allemal.


Tief hat sich die Schwarzach in den viele Millionen Jahre alten Burgsandstein der Region gegraben und dabei eine bemerkenswerte Schlucht mit vielen kleineren (Halb-)Höhlen geschaffen. Vom Bahnhof in Ochenbruck ist die Schlucht schnell erreicht. Zunächst gelangt man über die Marienstraße zur Frauenfeldstraße, von welcher ein kleiner Fußweg zur B8 führt, die dank einer Unterführung kein größeres Hindernis darstellt. Von dort geht es über einen weiteren Fußweg weiter zur Straße „Zum Wiesengrund“, welche direkt hinab zu einem kleinen Sportplatz unweit der Schwarzach führt. Hier beginnt auch schon der Wanderweg, der stellenweise bereits parallel zum Ufer der Schwarzach verläuft.


Der Weg führt dabei auch am schönen Petzenschloss vorbei und trifft dann schließlich auf eine kleine Brücke. Anstatt die Brücke zu überqueren, geht man die Straße wenige Meter bergauf und zweigt dann nach links in den Hirtenweg ab, an dessen Ende der Wanderweg fortgeführt wird. Über eine Brücke geht es weiter in den Auenwald, bis dann schließlich ein Schild den Beginn der Schlucht markiert. Die ersten Felsformationen mögen dabei noch gar nicht so eindrucksvoll erscheinen, doch im weiteren Verlauf des Weges türmt sich der Burgsandstein zu beiden Seiten der Schwarzach immer imposanter in bizarren Mustern und Formen auf. Schon recht bald trifft man auf die Gustav-Adolf-Höhle, eine mächtige Halbhöhle, die auch als Rastplatz genutzt werden kann.


Plötzlich scheint die Wanderung bereits an ihrem Ende angelangt zu sein, denn der Weg führt recht unvermittelt kurzzeitig aus der Schlucht hinaus, doch der größte Teil der Schlucht steht noch bevor. Beim Flusskraftwerk Gsteinach geht es wieder hinab in die Schlucht, wo als nächstes Etappenziel die Karlshöhle wartet. Fortan wird die Schlucht etwas breiter und auch die Felsen sind nicht mehr ganz so zahlreich, doch der Uferweg ist trotzdem sehr reizvoll. Bei einer kleinen Quelle führt der Weg dann hinauf zur Waldschänke Brückkanal, von der aus man zur namensgebenden Kanalbrücke gelangt, welche Teil des Ludwig-Donau-Main-Kanals ist. Über die Brücke geht es dann hinüber zu den Wäldern auf der anderen Seite der Schlucht.


Hier führt ein zunächst recht breiter Forstweg in den Wald hinein, doch schon bald zweigt ein kleinerer Waldweg davon ab. Zwar verlaufen diese beiden Wege die meiste Zeit parallel zueinander, allerdings ist der kleine Waldweg deutlich schöner zu gehen und erlaubt es überdies, hin und wieder einen Blick hinab in die Schlucht zu werfen. An zwei Stellen besteht auch die Möglichkeit wieder hinunter in die Schlucht zu steigen und auf dem bereits bekannten Weg zurückzukehren. Spätestens die zweite Abstiegsmöglichkeit sollte man auch nutzen, um wieder zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen. Wer es beim Hinweg versäumt hat, hat jetzt noch einmal die Gelegenheit zum Petzenschloss hinauf zu gehen und einen genaueren Blick in den Schlosshof zu werfen. Ansonsten geht es einfach wieder auf dem bekannten Weg zurück zum Bahnhof.


Ausgangspunkt: die Schwarzachschlucht kann relativ schnell (ca. 20-30 Min.) zu Fuß vom Bahnhof in Ochenbruck aus erreicht werden. Außerdem bestehen in unmittelbarer Nähe der Schlucht ausreichende Parkmöglichkeiten.

Dauer: ca. 3 Stunden

Entfernung: ca. 8 km

Schwierigkeit / Anspruch: der Weg durch die Schlucht erfordert ein gewisses Maß an Trittsicherheit und in jedem Falle festes Schuhwerk. Da der Weg häufig etwas feucht ist, muss im Winter mit vereinzelten Glatteisflächen gerechnet werden. Darüber hinaus handelt es sich aber um eine relativ gemütliche, familienfreundliche (allerdings nicht Kinderwagen-taugliche) Wanderung.

Abstecher / Anschlusstouren: vom Brückkanal bietet sich eine Wanderung entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals an, am Besten in Richtung Pfeifferhütte, denn dann besteht nach etwa zwei Kilometern die Möglichkeit über eine Forststraße nach Ochenbruck zurückzukehren. Vom Bahnhof in Ochenbruck kann man auch sehr gut über Altenthann bis nach Altdorf wandern und dabei die ebenfalls sehenswerte Wolfsschlucht, sowie die Teufelskirche durchqueren. Wer beide Wanderungen an einem Tag bewältigen möchte, braucht dafür allerdings eine gute Kondition und sollte insbesondere in den Wintermonaten möglichst früh aufbrechen.

Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig

Einkehrmöglichkeiten: Waldschänke Brückkanal, diverse Einkehrmöglichkeiten in Schwarzenbruck und den beiden Ortsteilen Ochenbruck und Gsteinach

Nützliche Links:

Wikipedia - Schwarzachschlucht bei Schwarzenbruck. Wikipedia-Seite zur Schwarzachschlucht.

VGN - Durch die Schwarzachklamm zum Jägersee. Beschreibung einer Variante der Wanderung mit Karte.

Wikipedia - Ludwig-Donau-Main-Kanal. Wikipedia-Seite zum Ludwig-Donau-Main-Kanal.

Bayerisches Landesamt für Umwelt - Schwarzachschlucht. Ausführliche Infos zur Geologie der Schwarzachschlucht.

Kommentare (1)

Thema: Schwarzachschlucht
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Baris sagt...
Viel Spa├č beim Wandern!
22 Februar 2015 11.09
Seite 1 von 1

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