Schmale Pfade

Deutschlands schönste Wanderwege

Fränkische Schweiz - Walberla

Wanderung auf der Ehrenbürg

Die Ehrenbürg (die meist auch einfach nach deren Nordkuppe als „Walberla“ bezeichnet wird) erhebt sich mit bis zu 532 Metern Höhe am Rande der Fränkischen Schweiz als eindrucksvoller Einzelberg (genauer: Zeugenberg). Das hervorstechendste Merkmal der Ehrenbürg sind ihre beiden Kuppen, Walberla und Rodenstein, die man im Rahmen einer kleinen Rundwanderung von Kirchehrenbach aus besuchen kann. Vom Bahnhof in Kirchehrenbach geht es dazu zunächst über die Bahnhofstraße in den Ort hinein, bis schließlich die „Straße zur Ehrenbürg“ nach rechts abzweigt. Diese Straße führt wieder aus dem Ort heraus und geht unmittelbar in den Wanderweg zur Walberla über. Schon bald weist ein Schild den Weg hinauf auf den Zeugenberg. Ab jetzt geht es relativ steil weiter, vorbei an einem kleinen Rastplatz und dann durch einen schmalen Waldgürtel. Vom Anstiegsweg aus lässt sich übrigens auch schon ein Blick auf eine der bekannteren Felsformationen der Ehrenbürg werfen, nämlich die so genannte Steinerne Frau. Weitere namhafte Felsen bei der Walberla sind die Wiesenthauer Nadel und der vom Absturz bedrohte Zwillingsfelsen.


Noch bevor man es auf das Plateau geschafft hat, kann man am Ende des Waldweges bereits die Walburgiskapelle erkennen, vor deren Eingang sich eine Bronzestatue der Heiligen Walburga befindet. Die 1697 errichtete Kapelle stellt das erste Etappenziel der Wanderung dar. Von hier aus kann man die Ehrenbürg zum ersten Mal in ihrer ganzen Länge bis hinüber zum Rodenstein überblicken. Bevor es aber dorthin geht, empfiehlt es sich zunächst einmal die etwa 512 Meter hohe Nordkuppe abzuwandern und den Blick von ihren Rändern auf die umliegende, sich in weite Ferne erstreckende Landschaft zu genießen. Anschließend geht es dann quer über das mit unter Naturschutz gestellten Trockenrasenflächen bedeckte Plateau in Richtung Rodenstein. Dabei führt der Weg zunächst in eine kleine Senke hinab, um dann sogleich wieder zum mit etwa 532 Metern etwas höheren Rodenstein aufzusteigen. Bei den dort befindlichen Felsen ist im Gegensatz zur Nordkuppe auch das Klettern erlaubt. Neben Kletterern finden sich hier aber auch immer wieder mal Drachenflieger ein. Mit dem Rodenstein ist auch der Endpunkt der Wanderung erreicht. Für den Rückweg bestehen verschiedene Möglichkeiten, wer eine etwas ausgiebigere Rundwanderung unternehmen möchte, steigt am besten beim Rodenstein nach Schlaifhausen ab (siehe auch Abstecher / Anschlusstouren), ansonsten kehrt man einfach auf dem bekannten Weg zurück.


Ausgangspunkt: Wanderer erreichen die Walberla am einfachsten von der nahe gelegenen Ortschaft Kirchehrenbach, die auch über einen eigenen Bahnhof verfügt.

Dauer: ca. 2 Stunden

Entfernung: ca. 6 km

Schwierigkeit / Anspruch: die Walberla ist für Besucher aller Altersgruppen geeignet, auch wenn der Aufstieg für Ungeübte vielleicht etwas anstrengend sein kann. Unterwegs gibt es aber die Möglichkeit auf einigen Bänken eine Pause einzulegen. Im Winter kann der Aufstiegsweg stellenweise recht rutschig sein, hier ist also etwas Vorsicht geboten.

Abstecher / Anschlusstouren: wer nicht auf demselben Weg zurückkehren möchte, kann vom Rodenstein auch nach Schlaifhausen hinabsteigen und dann von dort über Wiesenthau zurück nach Kirchehrenbach gelangen.

Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig, die Walberla ist auch im Winter gut begehbar und entfaltet zu jeder Jahreszeit ihren ganz eigenen Reiz. Großer Trubel herrscht übrigens Anfang Mai auf der Ehrenbürg, wenn das große Walberla-Fest gefeiert wird.

Einkehrmöglichkeiten: auf der Walberla selbst bestehen keine Einkehrmöglichkeiten, doch in Kirchehrenbach und den anderen umliegenden Ortschaften gibt es mehrere Gasthäuser.

Nützliche Links:

Wikipedia - Ehrenbürg. Wikipedia-Seite zur Walberla.

Walberla.de. Infos rund um die Walberla.

Wandern.Walberla.de. Infos zu allen Wandermöglichkeiten in der Region.